Die Geschichte der Venezianischen Masken

Karneval wird in vielen Teilen der ganzen Welt gefeiert und bringt jedes Jahr eine riesige Menge an Menschen auf die Straße. Kein Karneval ist doch so für seine außergewöhnlichen Masken bekannt wie Carnevale di Venezia, der Karneval in Venedig. Jedes Jahr kommen etwa drei Millionen Besucher nach Venedig, um den Karneval mitzuerleben. Das besondere Highlight ist die Wahl der schönsten Maske am letzten Wochenende vor Ostern. Sollten Sie sich für Karneval in Venedig entscheiden, empfehlen wir Ihnen eines der tollen Apartments von Oh-Venice für Ihren Aufenthalt zu mieten.

Der offensichtliche Vorteil der Maske ist natürlich, dass man unerkannt bleibt. Die bedeutete, dass im damaligen Venedig, zu Zeiten der Republik, alle Leute eine Stimme hatten, ohne sich dabei erkennengeben zu müssen. Venezianer lebten durch die starke Wirtschaft ein sehr gutes Leben. Ein Knappe konnte aufgrund der Maske mit einem adligen verwechselt werden und anders herum. Gleichzeitig nutzten die Menschen diese Identitätslosigkeit und entwickelten sich zu reichen, unmoralischen und trägen Bürgern – und das in allen Schichten und Berufen. Letztendlich wurde das Tragen der Masken auf wenige Monate im Jahr limitiert. Nach 1100 unterstützte die Kirche den Bann der Masken immer wieder, vor allem zu Zeiten religiöser Feste. Generell wurden sie dann zwischen Weihnachten und Ostern getragen, während der Aufklärung ganz verbannt und erst 1979 für Karneval wieder eingeführt. Seit dem werden die Masken auch nicht nur an Karneval, sondern an vielen verschiedenen Festen, wie Halloween und Themenfesten.

Es gibt viele verschiedene Arten von Masken aber die markanteste moderne venezianischen Masken – der Dottore Peste – hat eine sehr interessante Geschichte. Eine der schlimmsten Zeiten in der Geschichte Venedigs war die Pest, aus der diese Maske, erkennbar an Ihren langen Schnabel, stammt. Sie war Teil der Uniform der Doktoren der Stadt. Außerdem beinhaltete die Uniform einen schwarzen Hut, einen gewachsten Mantel, beinlange Stiefel, weiße Handschuhe und einen Stock, mit dem Erkrankte auf Abstand gehalten werden konnten. Das Besondere an der Maske waren die Glasaugen, um die Augen zu schützen und der lange Schnabel, der mit vielen verschiedenen Kräutern gestopft wurde, um die Atemluft zu filtern und nicht zu erkranken. Andere bekannte Masken sind die Bauta, Volto, Moretta und Columbina.

Sollten Sie während des Karnevals in Venedig sein und diese einzigartige Stadt kennenlernen, sollten sie auf jeden Fall eine tolle Maske mitbringen. Vielleicht gewinnen Sie ja dann die Wahl zur schönsten Maske 2016!